Allgemeines über Kreta


Anreise nach Kreta


Kreta ist sowohl auf dem Luft- als auch auf dem Seeweg sehr gut erreichbar. Die Insel verfügt über zwei internationale Flughäfen in Heraklion und Chania, die meist von vielen europäischen Städten direkt angeflogen werden.

Auch auf dem Seeweg ist Kreta gut angebunden. Mehrere Fährlinien verbinden die Insel mit dem griechischen Festland, insbesondere mit dem Hafen von Piräus bei Athen, sowie mit verschiedenen Inseln der Ägäis. Wenn Sie mit der Fähre anreisen wollen: www.minoan.gr/de

Klima auf Kreta


Eine wirkliche Sonneninsel - von Ende April bis Mitte Oktober kann man mit wolkenlosen Himmel rechnen ! Mit 300 Sonnentagen im Jahr ist Kreta neben Zypern die sonnenreichste Insel Griechenlands und des ganzen Mittelmeerraumes. Im Sommer steigt das Thermometer

oft bis über 40 Grad, und an der Südküste kann man sich noch im Dezember ins Wasser wagen. Überhaupt ist es dort generell um zwei, drei Grad wärmer als im Norden der Insel.

Daten der Insel


Auf einen Blick

Grösse:

Kreta ist die grösste Insel Griechenlands und nach Sizilien, Sardinien, Zypern und Korsika die fünftgrösste im gesamten Mittelmeerraum. Sie umfasst rund 8300 km², erstreckt sich über etwa 260 km Länge und misst je nach Abschnitt zwischen 18 und 60 km Breite.


Höchste Erhebungen:

Der höchste Punkt der Insel ist der Timios Stavros im Ida-Gebirge (Zentralkreta) mit 2456 m. Nur minimal niedriger – um gerade einmal 4 m – ist der Pachnes in den Lefka Ori im Westen der Insel.


Ebenen:

Die grösste Ebene Kretas ist die Messara-Ebene im südlichen Zentrum der Insel, die sich über etwa 140 km² erstreckt. Weitere bedeutende Ebenen befinden sich in den Regionen um Chania und Rethymno.


Bevölkerung

Verkehr:

Kreta verfügt über zwei bedeutende Häfen: den Hafen von Iraklion sowie die Souda-Bucht bei Chania. Weitere wichtige Anlegestellen befinden sich in Kastelli, Rethymno, Agios Nikolaos und Sitia. Für den Flugverkehr stehen drei zivile Flughäfen zur Verfügung – Iraklion, Sternes auf der Akrotiri-Halbinsel bei Chania und Sitia. Internationale Flüge werden jedoch ausschliesslich über die Flughäfen von Iraklion und Chania abgewickelt.


Wirtschaft:

Nur gut ein Drittel der kretischen Landesfläche eignet sich für die Landwirtschaft. Zu den bedeutendsten Exportprodukten zählen vor allem Oliven und Trauben. Industrie ist lediglich in begrenztem Umfang rund um Iraklion angesiedelt. Eine zentrale Rolle spielt hingegen der Tourismus, der heute große Teile der Inselwirtschaft prägt. Die Verteilung der Gästebetten zeigt dies deutlich: 53 % befinden sich im Bezirk Iraklion, 24 % in Lassithi, 12 % in Rethymno und 11 % im Bezirk Chania.


Verwaltung: 

Kreta gliedert sich in vier Verwaltungsbezirke, die sogenannten Nomi:

  • Chania mit der Hauptstadt Chania
  • Rethymno mit der Hauptstadt Rethymno
  • Iraklion mit der Hauptstadt Iraklion
  • Lassithi mit der Hauptstadt Agios Nikolaos





Geografie


Erster Eindruck: Kreta wirkt wie ein langgezogenes Gebirge im Meer. Aus der Ferne erscheinen die dunklen Konturen im Dunst, bevor das Flugzeug über dem tiefblauen Wasser landet.


Die Insel liegt wie ein mächtiger Riegel am Südrand der Ägäis. Ihre Berge prägen das gesamte Landschaftsbild. Vier große Gebirgsmassive bestimmen die Form Kretas: In der Mitte erhebt sich das Ida-Gebirge, dem die Legende zuschreibt, Zeus sei dort aufgewachsen.


Im Westen dominieren die Lefka Ori, die „Weissen Berge“. Im Osten umschliessen die Dikti-Berge die Lassithi-Hochebene mit ihren Windmühlen. Ganz im Osten schliesslich formen die Thripti-Berge eine schmale, markante Gebirgslandschaft.



Nach Norden fallen die kretischen Berge in sanfte Hügel ab und öffnen sich zu weiten Küstenebenen, in denen die wichtigsten Städte und Urlaubsorte liegen. Ganz anders zeigt sich der Süden, besonders der Südwesten: Hier brechen die Zweitausender abrupt ab und formen dramatische Steilküsten mit kleinen Sand- und Kiesbuchten. Zwischen hohen Felswänden ducken sich winzige Dörfer, oft nur über Boote, staubige Pisten oder Wanderwege erreichbar.

Die Landschaft bietet eindrucksvolle Küstenrouten und tief eingeschnittene Schluchten, die sich kilometerweit durch die Berge ziehen. Die berühmte Samaria-Schlucht – häufig als längste Europas bezeichnet – ist dabei nur eine von vielen spektakulären Naturkulissen.

Regionen Kretas


Westkreta:

Der Westen Kretas ist der gebirgigste und zugleich grösste Teil der Insel. Die Lefka Ori, die „Weissen Berge“, dominieren die Landschaft mit ihren fast 2500 m hohen, kargen Felsgipfeln. Zur Südküste hin werden sie von tiefen Schluchten durchbrochen – allen voran die berühmte Samaria-Schlucht und ihre beeindruckenden Nachbartäler. Nur wenige Passstrassen überqueren diese einsamen Höhen und führen hinunter zu den kleinen, abgelegenen Orten an der Libyschen See.


Zentralkreta :

Das Hinterland von Iraklion ist geprägt von einer weiten, hügeligen Landschaft, die das größte zusammenhängende Weinanbaugebiet Griechenlands bildet. Im Westen erhebt sich das mächtige Ida-Gebirge mit dem 2456 m hohen Timios Stavros, dem höchsten Punkt der Insel. Ein beliebter Ausgangsort ist Anoghia, Zentrum der Hochgebirgsweiden mit zehntausenden Schafen. Von hier führen Wege zur Nida-Hochebene und zur berühmten Zeus-Höhle.

Weiter östlich ragt das Dikti-Massiv auf, gut erreichbar von der Nordküste und von Agios Nikolaos. Die Auffahrt endet in der fast kreisrunden Lassithi-Hochebene, die der Mythologie nach der Geburtsort des Zeus ist. Der Süden Zentralkretas wird von der fruchtbaren Messara-Ebene dominiert, in deren Nähe die bekannten Wohnhöhlen von Matala zu den besonderen Sehenswürdigkeiten zählen.

Ostkreta:

Der Osten der Insel präsentiert sich überwiegend karg, trocken und steinig. Die Landschaft wird von den grauen, bis knapp 1500 m hohen Sitia-Bergen geprägt – wild, rau und nur spärlich erschlossen. Mit Agios Nikolaos hat sich eine lebhafte Touristenstadt entwickelt, die trotz des Trubels ihren besonderen Charme bewahrt.

Zu den landschaftlichen Höhepunkten zählen die weite Mirabellou-Bucht, der berühmte Palmenstrand von Vai und der minoische Palast von Kato Zakros. Rund um Ierapetra ziehen sich lange graue Kiesstrände entlang der Südküste und laden zum Baden ein.


Südkreta:

Der Süden Kretas wirkt rau und ursprünglich. Die Berge fallen steil zur Küste ab und formen kleine, oft abgelegene Buchten, die teils nur über schmale Straßen, Pisten oder zu Fuß erreichbar sind. Entlang der warmen Libyschen See liegen ruhige Dörfer und lange Strände, während tiefe Schluchten und einsame Küstenwege eindrucksvolle Naturerlebnisse bieten. Die fruchtbare Messara-Ebene setzt dazu einen grünen Kontrast.

Tradition


Kretische Musik:

Die Musik Kretas ist kraftvoll, rau und voller Energie – ganz anders als die eher sanfte Bouzouki-Musik des Festlands. Im Mittelpunkt steht die Lyra, ein traditionelles dreisaitiges Streichinstrument aus Maulbeerholz, das den unverwechselbaren Klang der Insel prägt.



Kretische Tänze:

Beim Tanz bringen die Kreter ihre Gefühle unmittelbar zum Ausdruck. Neben Freude finden auch Trauer, Wut und Schmerz ihren Platz – Tanz ist hier ein Ventil für die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen.


Kretische Feste:

Gefeiert wird auf Kreta oft und leidenschaftlich. Überall auf der Insel stösst man auf Feste, meist zu Ehren eines Heiligen oder aus lokalem Anlass. Musik, Tanz und gemeinsames Essen machen diese Feiern zu lebendigen Begegnungen mit der kretischen Kultur.

Trachten

Früher unterschieden sich die kretischen Trachten von Dorf zu Dorf und trugen oft türkische oder nordafrikanische Einflüsse. Heute sieht man traditionelle Kleidung nur noch selten. Ältere Männer im Bergland tragen gelegentlich die Wraka, weite schwarze Pumphosen, kombiniert mit Stiefeln oder Wickelgamaschen sowie dem Sariki, einem Fransentuch um den Kopf. Die kunstvoll bestickten Westen und die rote Bauchbinde mit dem silbernen Bounialo sind fast verschwunden. Schafhirten nutzen jedoch weiterhin den Sakouli, einen farbenfrohen handgewebten Rucksack. Die reich verzierten Frauentrachten (Sakkos und Phousta) sind heute nahezu vollständig aus dem Alltag verschwunden.


Kirche:

Die Kirche spielt auf Kreta eine zentrale Rolle im gesellschaftlichen Leben. Sie versteht sich als Volkskirche und steht in der Tradition des frühen Christentums. Gottesdienste verlaufen ungezwungen und natürlich, selbst in feierlichen Momenten. Für viele Menschen ist die Kirche ein wichtiger Treffpunkt und der soziale Mittelpunkt des Dorfes. Die kretisch-orthodoxe Kirche untersteht direkt dem Patriarchen von Istanbul. 

Geschichte


Frühzeit und Minoische Kultur (ca. 3000–1450 v. Chr.)

Kreta gilt als Wiege der ersten hochentwickelten europäischen Kultur: der minoischen Zivilisation.

  • Zentren wie Knossos, Phaistos, Malia und Kato Zakros prägten die Insel.
  • Die Minoer waren hervorragende Seefahrer, Händler und Künstler.
  • Ihre Paläste, Fresken und die Schrift Linear A zeugen von einer hochentwickelten Gesellschaft.
  • Um 1450 v. Chr. ging die minoische Kultur zurück – vermutlich durch Naturkatastrophen (z. B. den Vulkanausbruch von Santorin) und später durch mykenische Einflüsse vom griechischen Festland.


Mykenische und Antike Zeit (ca. 1450–67 v. Chr.)

Nach dem Niedergang der Minoer übernahmen die Mykener die Macht.

Später wurde Kreta Teil der griechischen Welt, blieb aber politisch zersplittert.

In der römischen Zeit (ab 67 v. Chr.) wurde die Insel zu einer ruhigen, wohlhabenden Provinz.


Byzantinische und Arabische Zeit (4.–13. Jh.)

Nach der Teilung des Römischen Reiches gehörte Kreta zum Byzantinischen Reich.

  • Im 9. Jahrhundert eroberten arabische Piraten die Insel und gründeten ein Emirat.
  • 961 n. Chr. holten die Byzantiner Kreta zurück und christianisierten es erneut.


Venezianische Herrschaft (1204–1669)

Nach dem Vierten Kreuzzug fiel Kreta an Venedig.

Diese Zeit prägte Architektur, Kunst und Städte wie Chania, Rethymno und Iraklion.

Die Insel erlebte wirtschaftlichen Aufschwung, aber auch Aufstände gegen die Fremdherrschaft.

Osmanische Zeit (1669–1898)

Nach jahrzehntelangen Kämpfen eroberten die Osmanen Kreta.

Die Bevölkerung litt unter hohen Steuern und religiösem Druck, was zu zahlreichen Revolten führte.

Im 19. Jahrhundert wuchs der Wunsch nach Unabhängigkeit und Vereinigung mit Griechenland.


Autonomie und Anschluss an Griechenland (1898–1913)

Unter internationalem Druck wurde Kreta 1898 autonom, mit Prinz Georg von Griechenland als Hochkommissar.

1913 erfolgte schliesslich die offizielle Vereinigung mit Griechenland.


20. Jahrhundert und Zweiter Weltkrieg

Im Mai 1941 wurde Kreta Schauplatz der berühmten Schlacht um Kreta, als deutsche Fallschirmjäger die Insel angriffen.

Die Besatzungszeit war hart, doch der Widerstand der Bevölkerung ist bis heute legendär.



Moderne Zeit

Nach dem Krieg entwickelte sich Kreta rasch weiter:

  • Ausbau der Infrastruktur
  • Aufstieg des Tourismus
  • Stärkung der Landwirtschaft (Olivenöl, Wein)
  • Heute ist Kreta eine der dynamischsten Regionen Griechenlands – kulturell, wirtschaftlich und touristisch.


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